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26. Juni 2011 7 26 /06 /Juni /2011 22:07

Zur Rede von Lars Hedegaard in Kiel
  
VIDEO: http://europenews.dk/de/node/44290 
  
Der dänische Historiker Lars Hedegaard, der in Dänemark vor Gericht stand wegen einigen Äusserungen über den Islam in Gegenwart eines Reporters, spricht hier über die in Europa bedrohte Meinungsfreiheit.
   
Er hat die Einladung der Partei „Die Freiheit“ nur mit Zögern angenommen, wie er einleitend sagt, denn als Präsident der Dänischen und Internationalen Gesellschaft für die Pressefreiheit ist er nicht parteipolitisch gebunden und will auch nicht unbedingt eine andere Partei und ihr Programm, das er nicht teilen muss, unterstützen, auch nicht das der Freiheit.
  
Als Autor eines Buches über die Frauenentrechtung im Islam (>Muhammeds Piger) hat Lars Hedegaard auch einen anderen Schwerpunkt seines Freiheitsverständnisses als "Die Freiheit", die nur die „Würde der Frauen“ im Programm hat, nicht die Rechte. Denn Frauenrechte sind nicht gerade das dringendste Anliegen der "Freiheit", die wie PI ein antifeministisches Kirchenrechtsprogramm verfolgt gegen Frauen.*

  

*Eine Protagonistin dieses Programms ist die papsthörige Gabriele Kuby, die sich folgerichtig mit der sexualfaschistischen Antifeministen-AG verbündet hat. 

  

Statt Frauenrechten verficht diese Partei das Lebensrecht des Embryos. Personrechte? Wenn dieses  Kapitel „Schutz des ungeborenen Lebens“ aus dem  Grundsatzprogramm der Freiheitspartei  (Kurzfassung: >Grundsatzprogramm) dann als Wiedereinführung des alten Abtreibungsverbots einmal durchgesetzt werden sollte, im Sinn der katholi-schen Moraltheologie und der völkischen Gesetze, wird das kaum Zustimmung so liberaler Geister wie Hedegaard finden, der im Gegensatz zu den Verfassern des Frei-heitsprogramms als Autor eines Buches über Frauenrechte nicht nur deren Vernichtung durch den Islam bestens kennt, sondern auch mit der Geschichte der kirchlichen Frau-enverfolgung und Frauenfeindlichkeit bestvertraut ist. Seine historischen Erinne-rung  an den Kampf der Kirchen gegen die Menschenrechte wie die Meinungs-freiheit dürfte den deutschen Freiheitsmannschaften weniger gefallen haben. Das Pro-gramm der dänischen Volkspartei ist nicht von Kirchenhörigkeit gekennzeichnet. 
 
Im übrigen könnten wir vielen Programmpunkte dieser Partei, insbesondere was den Umgang der Justiz mit der Gewaltkriminalität angeht, zustimmen, im Sinn der nicht mehr lebenden Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, aber keineswegs allen, die dem harte Fundikern von PI entsprechen, der sich in der Partei Die Freiheit widerspiegelt. 
 
Lars Hedegaard ist ein echter liberaler Demokrat,  in seiner Rede erkennen wir uns wieder, sie lässt uns freier atmen; der dänische Historiker gehört weder in die obskure Kirchenrechtsszene von Deutschlands  Frauenbevormundern, die sich Demokraten nennen, noch zum linksfundamen-talen Distanzierungsclub gegen den Rechtspopu-lismus. Ihm geht es um das zentrale Prinzip Meinungs-freiheit, die Grundlage aller anderen Frei-heiten, und dieses grundlegende Recht ist von den eta-blierten politischen Lagern derart bedroht, wie die Fatwen und Prozesse gegen die politische Islamkritik  zeigen, von den Mordanschlägen zu schweigen, dass es der politischen Gegenbe-wegung über die Grenzen hinweg in Europa bedarf.    
  
Die national orientierten Freiheitsparteien und individualistische Geister tun sich natur-gemäss schwerer mit der Kooperation über die Grenzen als die Internatio-nalsozialisten. Aber die Idee der Menschenrechte, die die Islamgegner verbinden muss, ist auch uni-versal, und gerade die wird von den Internationalsozialisten verraten. Sie liefern die noch existierenden westlichen Demokratien dem globalisierten Islam aus, was sie "Welt-offenheit" nennen.
 
Wer sich gegen die Offenheit gegenüber dem islamischen Totalitarismus wehrt, wird als Fremdenfeind diffamiert, wie  der Demokrat Lars Hedegaard es sogar im demokrati-schen Dänemark erleben musste.

  

Gegenüber solchen Denunzierungskartellen sind die "rechtspopulistischen" Volks-parteien zur Zeit eine  politische Alternative mit Massenappeal. Die linken Unkenrufe gegen alle Islamgegnerschaft als "rechts" sollten konsequent mit Gegen-fragen nach den rotbraunen Rändern beantwortet werden statt mit eilfer-tigen und hysterischen Distan-zierungsbekenntnissen, mit denen die Islamkritik sich in die Defen-sive drängen lässt. Hedegaard lässt sich nicht auf dieses Spiel ein, er biedert sich weder an noch "distan-ziert" er sich rituell zur Einleitung in alle möglichen als "extrem" verdächtigten Rich-tungen, er verteidigt geradlinig das Recht der bedrohten Meinungsfreiheit. 

    
Die dänische u. internationale Gesellschaft für Pressefreiheit  nimmt, wie er darlegte, Vertreter aus vielen politischen Richtungen auf, auch Kommunisten und Moslems, welche beiden Glaubensgruppen nicht gerade für die Hoch-schätzung der Meinungs-freiheit bekannt sind; seine Gesellschaft zählt Christen und Atheisten, Befürworter und Gegner der Militäreinsätze in Afghanistan oder Libyen zu ihren Mitgliedern. Die Mei-nungfreiheit ist nicht teilbar. Ihre Liquidierung müsste jeden Demokraten alarmieren, das Schweigen der Medien zu Prozessen wie dem gegen den dänischen Präsidenten der internationalen Gesellschaft für Pressefreiheit, den sie nicht als "rechtspopulistischen Politiker" anschiessen können, zeigt den Grad des europäischen Kulturverfalls an, der mit den Hetz-Artikeln gegen Islamkritik (Islamophobie) in der Süddeutschen sowie der Rundschau seinen vorläufigen Tiefstand erreicht haben dürfte.    
  
Hedegaards Rede ist dieser geschlossenen islamophilen Pressephalanx gegenüber ein starkes Plädoyer für eine der grössten Errungenschaften der demokratischen Kultur, die auf dem Spiel steht und durch mittel-alterliche Blasphemigesetze bedroht ist. Er sieht in ihr die Voraussetzung allen Fort-schritts, weshalb sie von reaktionären Kräften bekämpft wurde und wird; Kräften, die nicht verschwunden sind und die heute wieder Maulkorbgesetze in Europa einführen, diesmal unter linker Flagge. Falsche Flagge? 
  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regine van Cleev
   

http://nebelhorn.myblog.de/nebelhorn/art/6602405/Lars-Hedegaard-Prasident-der-danischen-Gesellschaft-fur-Pressefreiheit

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Published by Regine van Cleev
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