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22. Mai 2010 6 22 /05 /Mai /2010 19:19

Märchenstunde mit Frau Selim


Frauen entdecken den Koran


21. 5. 2006

Der Koran in der Hand von Frauen

http://www.kath.ch/index.php?PHPSESSID=q247n3f9c7je5fkv7k06h916a2&na=12,0,215,0,d,16277

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Nicht die Religion sei frauenfeindlich, sondern die Männer, die sie interpretieren

Beide sind überzeugte Frauenrechtlerinnen und gläubige Musliminnen. Die Iranerin Shirin Ebadi und die Ägypterin Nahed Selim berichten über erstaunliche Entdeckungen bei der Lektüre des Korans: Nicht die Religion ist frauenfeindlich, sondern die Männer, die sie interpretieren.

Dreimal muss ein Mann, der sich von seiner Ehefrau trennen möchte, rufen: «Ich lasse mich von dir scheiden!» Gemäss dieser Interpretation des Islams, die in Iran vorherrscht, kann sich ein Mann jederzeit von seiner Frau scheiden lassen. Umgekehrt ist es anders: Für die Auflösung der Ehe braucht eine Frau die schriftliche Erlaubnis ihres Angetrauten. Zudem muss sie nachweisen, dass dieser geisteskrank, unfruchtbar oder auf eine andere Weise eheuntauglich ist.
Sibylle Stillhart in NZZ am Sonntag, 21.05.2006

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Unter dem Titel „Der Koran in der Hand von Frauen“ berichtet die „NZZ am Sonntag“ in einem gutgläubigen Artikel von Sibylle Stillhart über gläubige Musliminnen, die „überzeugte Frauenrechtlerinnen“ seien. Sie haben angeblich „erstaunliche Entdeckungen bei der Lektüre des Korans“ gemacht: Nicht die Religion sei frauenfeindlich, sondern „die Männer, die sie interpretieren“.

Die Gewährsfrauen (u.a.) für diese „erstaunlichen Entdeckungen“ sind die von der westlichen Islamlobby favorisierte Iranerin Shirin Ebadi und die Ägypterin Nahed Selim

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Wir stellen die Verdienste der Frauen, die wie Ebadi in islamischen Ländern für Menschenrechte und Islamreformen eintreten, keineswegs nicht in Abrede. Aber was unter den Bedingungen der mörderischen Verfolgung jeder Opposition eine alternativlose Strategie zu sein scheint, nämlich die Rechtfertigung des Korans, das kann für die DissidentInnen im Exil und alle Islamgegner, die mit dem Koran nichts zu tun haben wollen und denen keine kosmetische Korankorrektur und eine neue Frisur des Propheten eine Perspektive für Frauenrecht zu bieten hat, nicht massgebend sein.


Frauenrechte und Islam, so gut wie alle Menschenrechte und Islam oder auch  Demokratie und Islam stellen die Quadratur des Kreises dar. Mit dem gleichen Glaubwürdigkeitsanspruch ließe sich auch die „erstaunliche Entdeckung“ machen, der Antisemitismus habe nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun, sondern nur mit den Nazis, die ihn so interpretierten. „Mein Kampf“ lässt sich auch nicht umschreiben, und die Nürnberger Gesetze werden nicht human, wenn man erklärt, die Nazis hätten sie nur falsch „interpretiert“. Wobei selbstredend zwischen überzeugten Islamagenten und Zwangsmoslems zu unterscheiden ist. Letztere haben in islamischen Ländern keine Möglichkeit, sich ohne Todes-Bedrohung zu outen. Aber was soll die Islamkosmetik für uns bedeuten?


Dass „Die Religion“ nicht nur von Männern „interpretiert“ wird, sondern von A bis Z auch von einem Mann und seinen Männern und männlichen Anhängern kreiert wurde, steht bei diesen Reformerinnen nicht zur Debatte, sie bleiben in dem Käfig um ihren Kopf gefangen, der nur von den Korankritkern, die Klartext reden, wie Ali Sina, aufgebrochen wird.

Shirin Ebadi, die den Islam nicht grundsätzlich infrage stellt, erhielt 2003 den Friedensnobelpreis, eine Apostatin aus dem Iran hätte ihn kaum bekommen von den Dhimmieliten. Ebadi tritt ein für Frauenrechte, die sich mit dem Islam „vereinbaren“ lassen. Daran glauben wir so wenig wie an die Vereinbarkeit der Menschenrechte der Juden mit dem Nationalsozialismus. Das System ist das Problem.


Anders hätte sie im Gottesstaat Iran keine Chance, wie sie selber schreibt und wie die NZZ a.S. referiert. Und weil die Frauenrechte im Islam keine Chance haben, sollen wir die Islam-Apologie als Frauenrecht begreifen? Der Zwangs-Islam, der keine grundsätzliche Kritik erlaubt,  kann wohl kein Masstab sein für Islamkritiker.


Auch das  „Magazin“ (Beilage der links-ilamophilen BaZ und Tages-Anzeiger)  interviewt die Apologetin, nicht etwa eine Dissidentin. (Magazin  15.April 06), die daselbst erklärt, die Beschneidung von Frauen sei eine christliche Tradition, keine islamische. So ähnlich wie Farhad Afshar vom „Rat der Religionen" in Bern erzählt, die Steinigung sei nicht islamisch, sondern jüdisch. >Afshar

http://reginevancleev.blogspot.com/2010/02/arena-mit-afshar.html


Es gibt keine christliche heilige Schrift oder Schriftauslegung, die die Frauen-Verstümmelung legitimiert, die vorchristlich ist wie auch die Steinigung. Wenn ein barbarischer archaischer „Brauch“ bis heute nur noch durch das islamische Rechtssystem legalisiert wird wie die Steinigung oder das Auspeitschen, was in keiner anderen als der islamischen Rechtslehre- und Praxis bis heute legal ist, oder wie die Genitalverstümmelung, die nirgends so verbreitet und legitimiert ist wir unter dem Islam (bis vor kurzum mit Rechtsgutachten der Al Azhar), wozu es kein christliches Pendant gibt, das solche „Bräuche“ rechtfertigen würde, die der islamischen Frauendegradierung nach Koran entsprechen, dann sind diese Barbareien für die Islamapologetin Ebadi „christlich“, nicht eine vorchristliche „Tradition“ – aber nicht etwas islamisch, sondern älter. Sibylle Stillhart bewegt sich ebenfalls im engen Rahmen der Apologie.


An der Elfenbeinküste sind 79% der verstümmelten Frauen muslimisch – dass die Moslems christliche Bräuche praktizieren, wäre uns ja ganz neu. Frau Ebadi macht in der Tat erstaunliche Entdeckungen. In Nigeria sind auch christliche Frauen Beschneidungsopfer. Allerdings beanspruchen die Moslems in Nigeria Schariarecht für das ganze Land. Welches Recht hier dominant ist, sei noch dahingestellt.

Für Frau Ebadi ist der Koran keine Botschaft des Hasses. Vorausgesetzt man liest nur das, was man will. Vielleicht könnte Shirin Ebadi Ali Sina erklären, wieso der Koran nicht das ist, was er ist  - für alle, die ihn kritisch und alle, die ihn gläubig lesen. Aber da faithfreedom nicht existiert im Islam, kann man von Reformen, die dieses Religionssystem anerkennen, nur Schönfärberei erwarten.


(Anm. 2010: Auch die Frauenrechtlerin Nawal el Saadawi aus Ägypten verbat sich nach der iranische Revolution unter Khomeini jede Einmischung von westlichen Frauen, Feministinnen, in die internen Angelegenheiten der islamischen Revolution. Sie lebt heute in den USA im Exil. Mit Unterstürzung von westlichen Feministinnen.)


Die Ägypterin Nahed Selim, die ein Buch schrieb mit dem illusionären Titel: „Nehmt den Männern den Koran“, argumentiert noch fragwürdiger als Ebadi, die wohl wider besseres Wissen unter dem Blutregime für den Koran plädiert als fraunrechtskonform. Nahed Selim poliert noch glänzender.


Was motiviert diese Frauen, sich mit der Umfrisierung von frauenfeindlichen patriarchalen Männermachwerken zu schaffen zu machen, in denen sie als minderwertig deklassiert werden. Was macht die Anhänglichkeit der Frauen an das Männer-Machwerk aus? Sie sind darin aufgewachsen. Hätten die Nazis gesiegt, dann wüssten auch Abermillionen von eroberten Europäern es nicht besser und es gäbe auch immer wieder Menschen, die die Nürnberger Gesetze reformieren wollten, weil sie ihnen übertrieben vorkommen...  Der Gedanke, dass frau den ganzen Schwindel zurückweisen könnte, liegt in diesem Umfeld fern. Täten sie das, müssten sie die Konsequenzen ziehen und flüchten. Das kann natürlich niemand, der/die nicht in ihre Situation ist, von den Frauen erwarten, das tun wir auch nicht. Wir hätten leicht reden. Aber was wir erwarten können, ist ein Minimum an intellektueller Redlichkeit, die sich weigern würde, allen anderen vom Islam Bedrohten das Grundlagenwerk des Religionsterrors gegen Frauen, Ungläubige, Juden und Christen aus der Sicht der Apologeten zurechtzureden.


Wo die Dissidenz tödlich bedroht wird, kann auch die Apologie kein Masstab sein für die Religionskritik. Es gibt wie gesagt auch keine humane Version von „Mein Kampf“. Wer nicht abtrünnig werden kann und darf, kann darum denen, die es sind, nicht den Koran als Frauenbefreiungswerk verkaufen. Vielleicht gut gemeint, aber absurd. Soll der „Prophet“ auch noch als Frauenbefreier gelten?


Man nennt es auch das Stockholm-Syndrom der Gefangenen in Geiselhaft. Aber was die Zwangsmoslems brauchen, ist eine kritische Lektüre, keine kosmetische Pediküre im Fahrwasser von der Korangläubigen > Auch eine Fatima Mernissi (>siehe Kritik), die als Islamkritikerin gilt, mag nicht lassen vom Propheten wie alle Apologeten, die im Westen als „kritisch“ gelten, wenn sie sich nur als Friseusen am Prophetenbart betätigen.

http://reginevancleev.blogspot.com/2010/02/egalitarian-islam-and-misogynist.html


Nahed Selim also findet heraus, dass es neben den Texten, die auch sie nicht im mindesten als frauengerecht oder human „interpretieren“ kann – und es sind die einschlägigen und folgenreichen – noch andere gäbe, an denen frau rumdeuteln könne. Da findet die Islamkosmetikerinnen, die sich am koranischen Prügel- und Gewaltrecht des Mannes im Haupttext weniger zu stören scheinen, heraus, dass im Erbschaftsfall das Erbe für die Frau durch eine letztwillige Verfügung des Mannes auch „anders verteilt“ werden könne. Es darf gelacht werden. Die Frau darf also etwas mehr erben als die Hälfte des Mannesanteils, wenn der Erblasser es gnädigst so verfügt. Sie selber hat darauf nicht den mindesten Einfluss noch ein Recht! Selim geht von der Rechtmässigkeit des Koran und der Scharia aus  und sucht nach „Lücken“, durch die die Frau wenn sie Glück hat, entkommen kann oder mit einem blauen Auge davonkommen. Was hat die Korankosmetik mit Frauenrecht zu tun?


Die Verschönerungsversuche sind nicht nur harmlos, denn sie bieten auch den westlichen Islamfreunden, die uns die Scharia schmackhaft machen wollen, wunderbare Gelegenheit,  Lücken und Löcher zu finden, durch die das Islamrecht bei uns eingeschleust wird. es soll ja so frauenrechtskompatibel sein!

 

Hätte Nahed Selim einen feministischen Begriff von Frauenrecht, könnte sie diese Surenfrisuren nicht als Frauenrechte ausgeben. Im Koran ist die Frau nicht nur halbwertig, wie Frau Selim meint und übersieht, dass sie kaum viertelwertig ist: Der Haremsherr  kann vier Frauen besitzen. Daraus zieht Selim aber keine Schlüsse auf den Status der Frau nach Koran. Der Mann kann sie auch beackern so oft er will.


Nicht alles was gut gemeint ist, ist auch erträglich.


Auch wenn der Islam Frauen „diskriminiere“, heisst es, zweifelten die beiden „Intellektuellen“ doch keinen Moment an ihrem Glauben. Was glauben die beiden „Intellektuellen“ denn? Wir zweifeln nur an ihrer intellektuellen Kompetenz. Aber nach der fragt Sibylle Stillhart nicht erst, dazu müsste sie ja den Islam infrage stellen und das Vorbild des Propheten. Oder halten die beiden den Harem nicht für glaubwürdig und vorbildlich?


Was den beiden Frauen nicht so recht passt, nennen sie „Fehlinterpretation.“ Wie die Frauenprügelanleitung des Koran richtig zu „interpretieren“ sind, das erfahren wir aber nicht. Oder die Polygamie oder die Erklärung, dass die Frau ohne seinen Verstand unter dem Mann steht. Gebricht es den korankonformen Frauen an der nötigen Intelligenz, die der Koran ihnen abspricht? Wenn Frau an den Koran glaubt, dann hat er halt Recht. Ebadi sagt nun das Sprüchlein auf, dass alle Apologetinnen auswendig können und das nicht weniger unsinnig wird, wenn es auch im Westen nachgebetet wird von islammfrommen Frauen.


„Nicht die Religion, sondern die patriarchalischen Herrschaftstraditionen beschneiden die Rechte der Frauen.“


Der Islam wäre demnach keine patriarchalische Herrschaftstradition. Ist er etwa  von Frauen erfunden worden und wir haben es nur noch nicht entdeckt? Aber was direkt vom Gesandten Allahs kommt, kann ja keine Männer(rechts)tradition sein, das muss göttlich sein. Die „intellektuellen“ gläubigen Frauen sitzen voll dem veröttlichten Männerrecht auf.


Wenn wir dergleichen von einer der chronischen Vertreterinnen der hiesigen Islamlobby in den Medien hören, wissen wir, dass wir es mit der schlimmsten   Dhimmiverdummung zu tun haben, den abgedroschensten Mantras der Islamapologie. Wenn das eine Frau im Iran sagt, die es nicht mit der Mullahreligion verderben will und kann, dann handelt es sich um das Stockholm-Syndrom. Sie erklärt den Religionsterrorherren ins Gesicht, dass nicht ihre Religion eine Männerrechts-Religion ist, sondern nur die Männer daraus ein Männerrecht gemacht haben. Was diese von Männern als Männerrecht gegen Frauen geschaffene Religion  sein soll ohne ihr männerrechtliches Gewaltfundament, kann Shirin Ebadi nicht  erklären. Zur Dissidenz fehlt die islamkritische Kompetenz. Und genau das ist der Grund, weshalb sie den Nobelpreis erhielt. Nicht Ibn Warraq etwa bekommt ihn, sondern eine für die westliche Islamlobby ungefährliche Islamgläubige, die an den demokratiekompatiblen Islam glaubt oder so tut als glaube sie an ihn. Kein islamverfolgter Apostat, der Klartext redet zum Islam und dem gegenüber der Westen Farbe bekennen müsste. Apologie ist beliebter als Apostasie.

 

Neben Ebadi lächelt Frau Selim aus der NZZ. Eine Gläubige des wahren Islam, der so sein soll, wie frau ihn sich zurechtlegt. Die die brutale Wahrheit nicht wahrhaben will, sondern umbiegt und umdichtet in etwas mehr Gefälliges, Islam light, den es zwar nirgends gibt, auch nicht in der EU, wo Bassam Tibi ihn zwar  erfand, aber er ist nirgends auffindbar. Die Weiblichkeit möchte den Propheten einfach nicht missen. Wie steht es mit Aischas Alter? Wie möchte frau die Ehe des Propheten kindgerecht zurechtfrisieren? Vielleicht nach Art der Kindesschänder aller Länder, die auch immer sagen, das Mädchen sah schon  älter aus? Hat der Prophet sich vielleicht verguckt?


Den Schönfärberinnen und Lügenverbreiterinnen über den Islam, wie man sie im Westen gerne hört, wo die Wahrheit über diese Religion nur stört, stehen die verfolgten Ex-Muslimas gegenüber, die in der NZZ 2005 schon als Lügnerinnen vorgestellt wurden. Sie werden in diesem Artikel immerhin auch z. T. erwähnt: So Necla Kelek, Chahdortt Djavann und Hirsi Ali, allesamt im Exil lebend und mit einem anderen Verhältnis zur Wahrheit und einem andern Kritikverständnis als die Islam-Friseusen. Die Dissidentinnen sind der Verfasserin aber nicht recht geheuer, - Hirsi Ali erkläre in ihrem „Pamphlet“ (man erkennt die Kuschkultur immer an dem Mut, mit dem sie sich vom sog.  „Pamphlet“, das sie nicht zitiert, distanziert).„gar den Austritt aus dem Islam.“ Das erinnert an das Pamphlert der NZZ von 2005, indem ein Dhimmi namens Ammann Hirsi Ali ankreidete, sie sei vom Glauben abgefallen! Mithin unglaubwürdig! Da schrieb ein Dhimmi der Dissidentin vor, was sie zu glauben hatte, wenn sie glaubwürdig sein wolle!!


Eine Frau erklärt den Austritt aus der Frauenschinderreligion. Auch Abfall vom Faschismus muss ganz erschreckend sein. Vgl.Ludwig Ammann in der NZZ v. 7.7.2005, dem sie dissidentinnen verdäüchtig sind, (>Hürriyet und NZZ)

Dagegen plädierten Ebadi und Selim für einen „dynamischen Islam“. Was soll das sein? Ein Islam ohne Scharia? Oder dynamisches Steinigen mit inneren Veränderungen, z.B. weniger Steine? Was bleibt vom islamische Recht in einem “zeitgenössischen Kontext“? Wenn der Koran der Kontext bleibt und nicht die Menschenrechtserklärung, kann man die Liebesmüh der Frauen um des Propheten Bart vergessen.


An Frauendemonstrationen in Teheran werden Frauen zusammengeschlagen, damit im Ausland kein falsches Bild von der Menschenrechtsituation im Iran entsteht. Dort wird das richtige Bild vom Koran üdermittelt, Islam ist Frieden,  Frauenversklavung ist Frauenrecht. Die Umbenennungen ändern daran nichts,


(Anm. 2010: In England ist es bereits verboten, islamischen Terror als islamisch zu bezeichnen. Er heisst nun „antiislamischer Terror.“ Das ist so sinnvoll wie die Umbenennung des misogynenen Koran in eine Frauenrechtserklärung. Es fällt nicht mal sonderlich auf im Westen, wo auch die antifeministischsten Erscheinungen als „feministisch“ deklariert werden und das Bordell als sexuelle Befreiung verkauft wird.)


Ähnlich wie mit den Frauenrechten, die islamkompatibel sein sollen, hält es Ebadi mit der Demokratie, die nicht durch Anstiftung zu einem Aufstand erreicht werden solle. Vielleicht durch Gespräche mit den Mullahs? Oder einen Dialog mit Ahmadinedschad?


(Anm. 2010 Das mag inzwischen anders aussehen im Iran, wo der Aufstand gegen das Regime Aussmasse annimmt, die Ebadi vielleicht nicht voraussah, die ebenfalls terrorisiert wird. Man hat jetzt ihre Nobel-Preis-Medaille beschlagt Auch Loyalitätsbekenntnisse zur Religion des Islam nützen nicht mehr, wenn der Gottesstaat seine nackte Fratze zeigt. Da sind auch alle Reformer im Visier).


In ihrem autobiographischen Buch „Mein Iran – ein Leben zwischen Revolution und Hoffnung“ bekennt sie, dass sie mit einer von Mullahs angeführten Opposition, die in vertrautem Ton „zum Mann auf der Strasse sprach“, mehr gemein hatte als mit dem Shah-Regime, an dessen Hof „amerikanische Filmsternchen herumtollten.“ Nun sind die Filmsternchen eigentlich kein Argument für die Mullahherrrschaft. Sowenig wie die Cholera für die Pest spricht.


(Anm. 20101: Wir sollten beim vertrauten Gespräch mit dem Mann auf der Strasse nicht vergessen, dass die Frauen im Iran sich nicht wie der Mann auf der Strasse  bewegen können. Es befinden sich viele Frauen auf der Strasse, die ihren Männern entlaufen sind und vor der Gewalt daheim geflüchtet, so dass die Ajatollahs schon die Einrichtung von „Häusern des Anstands“ erwogen haben, damit der Mann auf der Strasse nicht zu vertraut angesprochen wird.)


Dass sie ein Regime mit Foltergefängnissen gegen das nächste mit nicht minder brutalen Methoden des Gottesstaats eintauschte, bekam sie dann zu spüren, als sie als Richterin, die noch an die Demokratie geglaubt hatte, abgesetzt wurde. (War Khomeinis Programm nicht bekannt? Für die Linken im Westen war es sakrosankt, weil es ihr Feindbild USA bestätigte. Die Natur des neuen Revolutionsregimes zeigte sich sofort, als die Frauen in den Sack gesteckt wurden.


Auch Khomeini tollte übrigens mit einem Girl von 18 herum und erlaubte das Herumtollen der Moslemmänner mit Neunjährigen, ja auch mit einem Säugling darf der Moslemmann sexuell herumtollen nach dem Gelehrten von Ghom, der auch angibt, wie der Säugling anschließend zu behandeln ist! Ob die Juristin dieses Essentials der Revolution das nicht mitbekam?

Für die Ägypterin Nahed Selim ist nicht der Islam verantwortlich für die Re-Islamisierung und die verschärfte Frauenunterdrückung in Ägypten, nicht die Muslimbruderschaften, sondern: der Sechstagekrieg. Ach so.

Es ist nicht der Islam, der die Frauen unterdrückt, es ist eigentlich Israel?

Der Islam darf es nicht sein. Damals, so erklärt sie, hätten Turbanträger die Schuld für die Niederlage gegen Israel den Frauen zugeschoben, die „mit ihren nackten Armen und Beinen Gotteslästerung“ betrieben. Die Frauen hätten sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen müssen. (Obwohl doch die Männer den Krieg verloren hatten. Aber das Feindbild der Moslems waren offenbar die Frauen, die bestraft werden mussten.)

In der Folge seien fanatische Organisationen wie Pilze aus dem Boden geschossen, sagt Selim, Mitglieder der Muslimbrüder seien aus der Haft entlassen worden.


Ist es Gottes Urteil, dass die Hälfte seiner Untertanen – die Frauen – auf Erden ein Hundeleben führt und unter Zuhilfenahme seiner Texte praktisch weltweit diskriminiert und verachtet wird?“,


meint sie naiv und kommt nicht erst auf den Gedanken, dass dieser Männergott so männerinteressenförmig ist wie seine Erfinder. Frau Selim bleibt auf einer naiv prä-religionskritischen Stufe und kommt nicht auf die Idee, dass das islamische Männerrecht von Männern für Männer geschaffen wurde, deren Macht über Frauen es als „göttlichen Willen" garantiert. Unglaube ist für das islamkonforme Frauenhirn nicht mal eine gedankliche Option, Verfolgung und Ermordung Abtrünniger gibt nicht zu denken, sondern scheint den Glauben zu stärken. Der Artikel von Sibylle Stillhart schliesst mit dem Satz:


Für sie (Selim) steht fest: Es ist höchste Zeit, dass Frauen beginnen, den Koran selber zu lesen.“


Das wäre es, und zwar kritisch zu lesen wie Ali Sina es tut, der die Lektüre des Koran vorbildlich erklärt für alle, die nicht wussten, was drin steht. Für Moslems und Nicht-Moslems. Von ersteren meint er, wenn sie wüssten, was drin steht, müssten sie abtrünnig werden. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Selbst das frauenfeindlichste Männermachwerk findet nach weibliche Leichtgläubige, die es nicht verwerfen, sondern verschönern möchten. Waren es nicht Frauen, die die ersten Kleider für die gröbsten Männer webten?

 

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Published by Regine van Cleev
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