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9. Januar 2012 1 09 /01 /Januar /2012 19:50

http://www.zeit.de/2012/02/Dschihad-Demokratie/seite-3

 

Zeit und Zied – Der Islam und seine Freunde

 

Ein Blick ins Gesicht des islamischen Frühlings in Tunesien 

 

http://www.zeit.de/2012/02/Dschihad-Demokratie

 

Menschen schauen dich an. Sie gehören zu jenen Menschen, für die andere Menschen, nämlich die Juden und andere Kuffar, Affen und Schweine sind. Da scheint wohl eine Verwechslung vorzuliegen.   

Salafistische Studenten in Tunis. Das hier sind nicht die Schüler von Schulze in Bern, aber die Islamisten aus Biel, die bei Schulze weitergeschult werden für den wahren Dschihad, Religion vor Demokratie, sind ebenfalls vom salafistischen Salat, den sie hier in der Schweiz noch nicht voll einführen können, aber sie sind auf dem besten Wege, den auch Abu Hamza von der Einladung zum Paradies in Deutschland weist, jener Frauenprügelexperte, der schon im „Seminar“ der beiden Bieler Burschen in Disentis auftreten durfte, wo die CH-Journalistinnen gescheucht wurden, und Schulze bescheinigte diesen famosen Typen ihre Unbedenklichkeit.

Unter dem Titel “Jung, cool, salafistisch“ berichtet die Zeit über die Folgen der Revolte in Tunesien, die die Islamisten an die Macht schwemmte und mit den Salafisten, denen die Ennahda-Partei noch „zu wenig islamistisch“ ist, ihre vorläufige Blüte erlebt. Wie üblich in den Dhimmimedien, stellt man sich erstaunt ob der Erscheinung des radikalen Islam auf der Bühne des „Frühlings“.  Was hat man erwartet? Den „moderaten Islam“, den die deutschen Dhimmimedien und ihresgleichen erfunden haben? Der zeigt nur sein altes bekanntes Gesicht. O-Ton eines Sprechers der jungen Leute namens Zied:   

»Todesstrafe, Auspeitschen, Steinigen und Amputation sind Gottes Befehl«

Cool! Nice people. Der Zeit-Mensch findet diesen Typ „sympathisch“.

Zied ist ein sympathischer Schlaks, der gewinnend lacht, wenn er debattiert.

Er nennt sich Salafist. Ein mehrdeutiges Wort. In Zieds Fall bezeichnet es jemanden, der die Regeln für das gesellschaftliche Zusammenleben zurückhaben will, die zur Zeit und im Umkreis des Propheten galten.

 

Wie vieldeutig die Todesstrafen, das Auspeitschen und die Steinigungen und Amputationen sind, dazu sollte man sich vielleicht bei ihren Opfern kundig machen. Aber die werden nicht interviewt, sie sind den Dhimmimedien auch wohl nicht so sympathisch wie die Salafisten.

 

Er gehört auch nicht zu denen, die so lange an der Scharia schleifen und feilen, bis sie zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte passt, versichert der Zeitgenosse.

So einer ist er nicht, der Salafist, er ist ein ehrlicher Kerl. Einer, der nicht lange herumfeilt. Wie lange er feilen müsste, bis die Scharia-Barbareien zur Allgemeinen Erlärung „passen“, bleibt das Geheimnis der Zeit.

»Die vier Körperstrafen sind Gottes Befehl«, sagt Zied. Also Todesstrafe für Mord, Peitschenhiebe für Unzucht, Steinigung für Ehebruch, Amputation für Diebstahl. Und als ich ihn noch anstaune, fügt er eine gewundene Erklärung an: Die Scharia knüpfe Bedingungen an diese Strafen, und heutzutage, wo man viel mehr als damals über die Ursachen von Verbrechen wisse, sei es praktisch unmöglich, dass diese Bedingungen jemals erfüllt würden. Das müsse schon ein abgrundtief schlechter Mensch sein, der ausschließlich, wirklich ausschließlich aus eigenem Willen – und so weiter. Meinen Einwand, dass man dann ja genauso gut zur Gänze auf diese Strafen verzichten könne, kontert Zied damit, dass sie nun einmal göttliche Vorschrift seien.

Offenbar werden in den islamischen Ländern, in denen die Schariastrafen vollstreckt werden, nur abgrundtiefe schlechte Menschen hingerichtet. Nette Unterhaltung mit  Neonazis gefällig, die die Rassegesetze erklären? 

Eine Argumentation, der ich schon mehrfach begegnet bin. Sie soll eine überhistorische, am Wortlaut klebende Interpretation der Scharia mit den Normen von heute vereinen.

Wir sind auch schon mehrfach Zeitungen begegnet, die gehört haben, dass die Islamgläubigen an den Koran glauben. Wir haben auch schon mehrfach gehört, dass der Nationalsozialismus antisemitisch ist und die Herrenmenschen über die niederen Rassen herrschen sollen. Und wir hören dauernd, dass die Scharia nicht wörtlich ausgelegt werden müsse – sondern? Wie soll die Steinigung denn „interpretiert“ werden, damit die mit den „Normen von heute“ vereinbar sein soll? Nach der Uminterpretation des geltenden islamischen Rechts durch die Dhimmi-Presse bleibt dann noch das Restrisiko, dass dieses Presse auch nach Umdefinition nicht ganz  wegzaubern kann, nach dem Motto: die A-Werke sind zwar ungefährlich, aber ein gewisses Risiko bleibt.

Die in den islamischen Rechts wie Iran, Sudan, Saudi-Arabien, Nigeria, Pakistan, Somalia etc. ausgeübten „Züchtigungen“ kommen hier nicht vor, so als bestünde die Scharia nur aus gewissen Risikofaktoren, auch angewandt zu werden. In GB wird allerdings bereits Scharia-Eherecht anerkannt. Das Strafrecht folgt, sobald der Islam die Macht dazu hat. Der Islam selbst steht hier nicht zur Diskussion. Der wird in den Ländern seiner Herrschaft scheint’s falsch „interpretiert“. Solche unsympathischen Fragen will der deutsche Dhimmi aber dem sympathischen jungen Mann nicht stellen. Sonst würde er nicht mehr so gewinnend lachen. Die Gewinner haben ja gut lachen.  

(...) braucht den Dschihad.« Den heiligen Krieg also? »Ja. Er muss sein, wenn der Islam gewaltsam angegriffen wird.«

Mir und meinesgleichen gelte der Dschihad also nicht? .

»Wieso denn? Du bist ungläubig, ich bin Muslim, jeder toleriert den anderen, und fertig.«

Die Religion des Friedens und der Toleranz, die in Tunesien bisher zurückgebunden war, wird wieder entfesselt. Ein Interview mit ihren Ungläubigen wäre da schon aufschlussreicher.  

Kein Zwang zur Religion, so stehe es schließlich im Koran. Und jede Frau dürfe sich kleiden, wie sie wolle. Auch wenn Zied die Libyerinnen schon bizarr findet, die während der Rebellion im Nachbarland über die Prachtstraße von Tunis stolzierten: »Hidschab, grelle Schminke und Stilettos«, wie er kopfschüttelnd sagt. Na, und einige der europäischen Touristinnen erst, die sich gerade wieder einfinden! Auf diesen letzten Punkt können wir uns sogar einigen.

Nicht nur auf diesen letzten, man ist sich schon lange einig in Dhimmiland, dass die Frauen in einem islamischen Land unter den Schleier gehören.

Zied will eine parlamentarische Demokratie und nicht etwa ein Kalifat, in dem ein Nachkomme Mohammeds anstelle des Volks die Gesetze macht. Anhänger des Kalifats sind dünn gesät in Tunesien. Einer von ihnen sitzt uns gegenüber. »Nur das Wort«, sagt der junge Mann sanft, er ist Mitglied der illegalen Tahrir-Partei, »nur das Wort kann das Volk zum Kalifat führen, niemals die Gewalt.« Unbestreitbar, dass es in Tunesien auch ein paar Befürworter islamistischer Gewalt gibt, wie in vielen Ländern, auch in Europa. Sogar Internationalisten mit afghanischer oder irakischer Erfahrung. Aber sie sind der tunesischen Lebenswelt fremd geblieben.

Ach so, nach der „parlamentarischen Demokratie“ inklusive Steinigung, Auspeitschung und  Amputation kommt das Kalifat, das mit sanfter Stimme angekündigt wird. Noch gewaltloser als die demokratischen Amputationen. Zeitgleich mit der Kalifats-Ansage weiss die Zeit auch,  dass es nur „ein  paar Befürworter islamistischer Gewalt“ sind  neben dem moderaten Islam des Salafisten, der ihm so sympathisch ist. Wurden den deutschen Lesern der Dhimmipresse noch die Salafisten, die in Ägypten das Rennen machten, als die  Radikaleren vorgestellt gegenüber den auf einmal „gemässigten“ Muslimbrüdern, sind hier die Salafisten zu den Gemässigten avanciert. Wie lange dauert es noch bis zur moderaten Steinigung? Der Islam scheint den deutschen Medien immer sympathischer zu werden. Wenn er der tunesischen „Lebenswelt“ so „fremd geblieben“ sein soll, wieso haben die Islamisten dann gewonnen? Man dichtet sich den Islam nach Bedarf zurecht, der auf jeden Fall ein „gemässigter“zu sein hat - beschlossene Sache für die Dhimmimedien. Dann kommt die Medizinerin Anissa dran, deren Kopf fest im Kopftuch steckt. Anissa weiss:

»Wenn man die Religion weiterentwickeln will, dann bitte nicht dadurch, dass man ihre Texte deformiert. Es gibt einen anderen Weg. Die Polygamie zum Beispiel wird in vielen Ländern nicht mehr praktiziert, obwohl sie erlaubt bleibt: Jordanien, Palästina, Libyen, Algerien...«

Barbarei bleibt erlaubt, muss aber nicht immer „praktiziert“ werden. Wie das Frauenprügeln. Der Mann muss es nicht „praktizieren“, kann aber, wie und wann er will. Das Psychogramm der Unterwerfung und seine Sprachregelungen sind bekannt. Selbst der Zeit kommen einige Bedenken:   

Wieder dieser Versuch, Unvereinbares zu vereinen: Um der traditionalistischen Interpretation zu genügen, solle die Polygamie erlaubt werden, aber man werde sie ja nicht praktizieren. Wirklich nicht? Die islamistische Ennahda hat Gründe, zu dementieren, sie wolle das Polygamieverbot aufheben. Viele tunesische Frauen fürchten, dass die archaischen Verhältnisse wieder einreißen könnten, in denen sich ein Mann mehrere Frauen von deren Vätern kaufen konnte. Die im Salafismus angelegte Geringschätzung der Frau ist vor allem im Landesinneren noch keineswegs überwunden.

Dass die Geringschätzung im Islam „angelegt“ ist, möchte der Zeit-Mensch denn doch nicht gesagt haben, das Problem Islam wird reduziert auf den Salafismus, der natürlich nichts mit dem Islam zu tun hat. Aber diese salafistische Geringschätzung der Frau hindert die deutschen Dhimmis nicht, diesen Zeitgenossen sympathisch zu finden. Er lacht ja so gewinnerisch.  

Selbst Anissa, die von sich sagt, dass für sie persönlich die Polygamie nie infrage käme, äußert Derartiges. »Die Natur ist macho«, sagt sie zum Beispiel, das sei die notwendige Ordnung der Dinge. Auf meine Frage, inwieweit Sterne, Bakterien oder Pflanzen »macho« seien, antwortet sie: »Beim Sex herrscht der Mann über die Frau, das sagt doch alles.« So spricht eine junge, gebildete Frau, die es im Disput mit dem europäischen Gast an Selbstbewusstsein nicht fehlen lässt.

Dass die Medizinerin nur Männer kennt, die beim Sex „über die Frau herrschen“, besagt in der Tat alles über die Machokultur, in der sie lebt. Andere als solche Männer, die  „beim Sex herrschen“ (!) sprich Gewaltbrunstlinge, Vergewaltiger und Brutalostumpflinge aller Art hat diese Anissa scheint’s noch nicht erlebt oder auch in ihrer Praxis kennengelernt von anderen Frauen. Erotik gibt’s nicht im Islam, nur das brutale Herrenmenschenrecht für Sexualunholde, die Frauen und Kinder vergewaltigen sprich zwangsverheiraten und als „Saatfeld“ benutzen.   

Und während sie es für geboten hält, die Polygamie zu erlauben, ist Polyandrie für die Medizinerin aus folgendem Grund undenkbar: »Es gibt klinische Studien, die beweisen, dass Spermien von unterschiedlichen Männern in der Gebärmutter miteinander Gifte erzeugen.«

Was nicht bloß surrealistisch ist, sondern vor allem naturalistisch – so wie einige Argumente aus der westlichen Debatte um die Bioethik, in der angebliche Erkenntnisse der Wissenschaft herangezogen werden, um religiös motivierte Behauptungen über, beispielsweise, den ethischen Status von Stammzellen herzuleiten.

In letzterem Punkt könnten wir uns sogar einigen. Die Wissenschaft als Magd der Theologie hat heute wieder Hochkonjunktur und wird von der catholica gegen das Abtreibungsrecht für den „Personstatus“ des Embryos mobilisiert.

An Anissa fällt auf, dass sie ein sehr feines, ja literarisches Französisch spricht. Zwei Jahre hat sie in Paris studiert; sie kommt aus einem Elternhaus, das sie als »links, französisiert und bourgeois« beschreibt. »Wir feierten den 14. Juli und Weihnachten, nur die Großeltern kannten noch die islamischen Feste. Im Salon prangten die Bücher von Marx und Lenin in der Bibliothek, gebunden in braunem Leder mit Goldschnitt, und bei uns gingen die Linken der gehobenen Gesellschaft ein und aus, die sich bestens in den Fünfsternehotels und den feinen Restaurants auskannten. Das war meine Welt.«

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Published by Regine van Cleev
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