Apostasy in Islam - the Point of no Return
>Rushdie ein Interview (Weltwoche)
>The Rushdie Rules (von Konraad Eelst)
>The Apostates of Islam - We left Islam
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APOSTASIE
I. Dictionary of Islam (1)
by T.P. Hughes:
The following definitions are important for our discussion:
Blasphemy - (Kufr) to hide (the truth).
It includes a denial of any of the essential principles of Islam.
A Muslim convicted of blasphemy is sentenced to death in Muhammadan countries.
According to Websters Dictionary(2) contemptuous and irreverent speech about God or kings regarded as sacred.
Apostasy - According to Muslim Law, a male apostate, or murtadd, is liable to be put to death if he continue obstinate in his error; a female apostate is not subject to capital punishment, but she may be kept in confinement until she recant. If either the husband or the wife apostatize from the faith of Islam, a divorce takes place ipso facto; the wife is entitled to her whole dower, but no sentence of divorce is necessary. If the husband and wife both apostatize together, their marriage is generally allowed to continue, although Imam Zufar says if either husband or wife were singly to return to Islam, then the marriage would be dissolved.
According to Abu Hanifah, a male apostate is disabled from selling or otherwise disposing of his property. But Abu Yusuf and Imam Muhammad differ from their master on this point, and consider a male apostate to be as competent to exercise every right as if he were still in the faith.
If a boy under age apostatize, he is not to be put to death, but to be imprisoned until he come to full age, when, if he continues in the state of unbelief, he must be put to death. Neither lunatics nor drunkards are held to be responsible for their apostasy from Islam. If a person upon compulsion became an apostate, his wife is not divorced, nor are his lands forfeited. If a person become a Mussulman [i.e. Muslim] upon compulsion, and afterwards apostatize, he is not to be put to death.
The will of a male apostate is not valid, but that of a female apostate is valid.
Ikrimah relates that some apostates were brought to the Khalifa Ali, and he burnt them alive; but Ibn Abbas heard of it and said that the Khalifa had not acted rightly, for the Prophet had said Punish not with Gods punishment (i.e., fire), but whosoever changes his religion, kill him with the sword.
Apostasy - Returning to Websters dictionary this time for a definition of Apostasy and Treason: - the public abandoning of a religious faith, esp. Christianity, for another; a similar abandonment of a doctrine or party. Treason is defined: not only as an attempt to overthrow by illegal means, the government to which a person owes allegiance, the act or attempted act of working for the enemies of the State, and attempt to kill or injure the sovereign, but also betrayal of trust, disloyalty (to a cause, friend, etc.).
1. T.P. Hughes, Dictionary of Islam, Lahore, Pakistan, Premier Book House.
2. The New Lexicon Websters Encyclopaedic Dictionary of the English Language, Canadian Edition, New York, Lexicon Publications Inc., 1972.
Apostasie nach der al Azhar
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Institut für Islamfragen
(vgl. hierzu den Leiter des Orient-Instituts Udo Steinbach!)
Hat ein Muslim das Recht, den Islam zu verlassen und sich dem christlichen Glauben zuzuwenden? Ist der Glaube an Gott eine Angelegenheit privater Überzeugungen, oder haben Staat und Behörden darüber zu wachen? In der Beurteilung dieser Frage unterscheiden sich Islam und Christentum sehr weit voneinander. In der aufgeklärten westlichen Welt mit ihrer Trennung von Kirche und Staat gehört der persönliche Glaube des einzelnen zu den privatesten Dingen überhaupt, und nicht jedermann ist überhaupt bereit, über seinen Glauben Auskunft zu geben. Viele Zeitgenossen halten gerade ihren von der Kirche losgelösten, durch individuell gewonnene Überzeugungen erst geformten Glauben für den eigentlichen, den echten Glauben, der wahrer ist als der Glaube derjenigen, die immer in die Kirche rennen. Ganz anders dagegen im Islam: Glaube und Religion sind dort grundsätzlich öffentliche Angelegenheiten, die - je nach Land unterschiedlich intensiv - der Kontrolle des Staates unterliegen. Wo der Islam Staatsreligion und tragende Säule der staatlichen Ordnung ist, heißt, am islamischen Glauben festzuhalten, ein guter Staatsbürger zu sein und vom Islam abzufallen Staatsverrat zu begehen.
Schon der Unglaube eines Menschen an sich, der Gott nicht anerkennt und sich ihm nicht unterwirft, ist im Koran eine schwere Sünde. Wer jedoch diesen Glauben kennengelernt, sich dann aber wieder von ihm abgewandt hat, macht sich um so schwererer Sünde schuldig.
Der Koran greift den Abfall vom Glauben an mehreren Stellen auf. Sure 16,106 spricht von Gottes Zorn und seiner gewaltigen Strafe, die ein Abgefallener (ein Apostat) zu erwarten hat. Sure 2,217 warnt eindringlich davor, Gläubige zum Glaubensabfall zu verführen, denn dieses Vergehen wiegt schwerer als Töten. Dem Apostaten werden also seine übrigen guten Werke vor Gott nichts mehr nützen, da ihm die Sünde des Abfalls nicht vergeben und er in die Hölle geworfen wird. Sure 3,86-91 bezeichnet als Lohn der Abtrünnigen, daß der Fluch Gottes, der Menschen und der Engel auf ihnen liegt (3,87; 9,67-68) und daß es keine Möglichkeit des Freikaufs oder der Fürsprache und der Hilfe für die Verfluchten gibt. Gott kann den Abgefallenen unter gar keinen Umständen vergeben (4,137), denn sie sind Ungläubige, die sich in besonderer Weise strafbar gemacht haben. Dennoch ist bemerkenswert, daß der Koran außer der Strafe im Jenseits kein konkretes Strafmaß für das Diesseits oder ein bestimmtes Verfahren für die Bestrafung eines Abtrünnigen beschreibt.
Unter Abfall vom Islam, unter Apostasie, (arab. irtidâd) versteht man die bewiesene, willentliche Abkehr eines als Muslim Geborenen oder später zum Islam Konvertierten vom islamischen Glauben. Er muß im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sein und ohne Zwang gehandelt haben, damit der Tatbestand der Apostasie gegeben ist. Abfall bedeutet Leugnung des einzigen, wahren Gottes, Allahs, und die Nichtanerkennung Muhammads als Prophet Gottes.
In der Praxis ist die Auffassung der islamischen Theologen darüber, was Glaubensabfall ist, allerdings nicht ganz so einhellig. Der Koran nennt zwar die Tatsache des Abfalls, definiert aber nicht genauer, ob beispielsweise die Vernachlässigung der Befolgung der fünf Säulen des Islam (Bekenntnis zu Gott, das fünfmalige tägliche Gebet, Fasten im Monat Ramadan, Almosengeben und Wallfahrt nach Mekka) bereits als Abfall vom Islam zu werten ist. Wer z. B. für das Versäumnis des fünfmal täglichen Pflichtgebets keinen Entschuldigungsgrund nennen kann und keine Einsicht und den Wunsch zur Besserung zeigt, gilt nach Meinung der Malikiten, Shâfiiten und Hanbaliten (also drei der vier sunnitischen Rechtsschulen) als Abgefallener vom Islam, denn das vorsätzliche Versäumnis des täglichen Gebets gilt als eine der schwersten Sünden überhaupt. Abû Hanîfa (der Vater der hanafitischen Rechtsschule), betrachtet denjenigen prinzipiell noch als Gläubigen, schlägt aber zu seiner Besserung eine Gefängnisstrafe vor, bis der Abtrünnige wieder zum Gebet bereit ist[1][1].
Keine Apostasie liegt dagegen vor, wenn z. B. die Erfüllung der fünf Säulen nur vernachlässigt wird, dies aber nicht vorsätzlich geschieht. Dies ist Sünde, die mit einer Strafe nach Ermessen des Richters geahndet wird[2][2]. Apostasie liegt erst dann vor, wenn die Glaubenspflichten willentlich nicht mehr befolgt werden.
Apostasie findet also nicht nur dort statt, wo das Bekenntnis zum Islam theoretisch geleugnet wird, sondern auch dort, wo es in der Praxis z. B. durch Ablehnung seiner Glaubenspraxis geschieht. Die Herabsetzung des Propheten Muhammads oder eines Korans (durch Beschmutzen oder Verbrennen o. ä.) oder auch die Verunglimpfung der 99 schönsten Namen Allahs fällt ebenfalls unter den Tatbestand der Apostasie.